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du liest...
Empfehlungen, Innsbruck im Oktober

Für euch gelesen…

… Bücher über Innsbruck

 

 

Ein Beitrag von: Elisabeth Waldhart

Über Innsbruck und seine Bewohner, über die Landschaft und die Geschichte der Stadt lässt sich viel sagen. Da verwundert es nicht, dass es auch eine vielfältige Auswahl an verschiedenen Büchern über die Stadt gibt. Egal, für welches Thema man sich interessiert, ob man eine wissenschaftliche Arbeit oder einen Roman lesen möchte, das passende Buch ist nicht weit entfernt. (Es liegt schon in einer der vielen tollen Buchhandlungen, die man in Innsbruck entdecken kann…)

Doch lohnt es sich auch, sich die Zeit zu nehmen, die Nase in ein gutes Innsbruck-Buch zu stecken? Oder wird man mit den immer gleichen stereotypen Alpenrosen-Klische-Bildern konfrontiert? Mit „Filzalpenkram“ (nebenbei gehörtes Zitat einer Touristin vor dem Souvenirladen, seitdem eines meiner Lieblingswörter, wenn es um Souvenir, Kitsch und Innsbruck geht) und Alpenglühen? Diese Befürchtungen können wir zum Glück zerstreuen, es gibt eine Menge Bücher, in denen Innsbruck vorkommt, in denen die Stadt die Hauptrolle spielt oder als Schauplatz dient, die nicht diesen Klischees entsprechen. Eine kleine Auswahl soll hier genauer vorgestellt werden:

  • Christoph W. Bauer – Im Alphabet der Häuser. Roman einer Stadt.

Am Anfang ist wohl eine kleine Warnung vorauszuschicken: Wenn man erst einmal angefangen hat zu lesen, kann man das Buch schwer aus der Hand legen. Innerhalb weniger Seiten wird man in einen Wirbel aus Hausnummern, Namen und Geschichten hineingezogen. Das Buch geht vom kleinen auf das große – ausgehend von der Innstraße erfährt man mehr über die Geschichte der Stadt. Ausgehend von einzelnen Leuten kann man sich hineinversetzen in die einzelnen Zeiten. Interessant ist der Blickwinkel des Autors: Man lernt vor allem Menschen kennen, von denen man noch nie gehört hat, den Alltag in der Stadt, das Stadtgeflüster und den Tratsch. Zuviel möchte ich gar nicht sagen, für mich ist Im Alphabet der Häuser ein Buch, dass man selber entdecken muss!

  • Bernd Schuchter – Innsbruck. Abseits der Pfade

Reiseführer gibt es genug. Reiseführer die es sich zu kaufen lohnt schon weniger. Wer Innsbruck abseits des goldenen Dachls und der Hofburg kennenlernen möchte, kann einen Blick in dieses kleine Buch werfen. In neun Spaziergängen kann man die Stadt mit verschiedenen Schwerpunkten neu entdecken. Dabei werden auch Aspekte der Stadt angesprochen, über die man sonst wenig weiß, und die auch langjährige Innsbrucker überraschen können. Eines meiner Lieblingskapitel weist auf den jüdischen Friedhof hin, der im 19. Jahrhundert aufgelassen wurde. Die Spaziergänge sind abwechslungsreich gestaltet, die Themen werden nur angerissen. Wer sich vertiefen möchte, wird auf andere Bücher (oder auch auf die eigene Neugier) verwiesen. Ein weiterer, schöner Aspekt ist der sehr persönliche Blick auf die Stadt und teils auch auf ihre Bewohner – öfters werden auch Ladenbesitzer und andere Persönlichkeiten vorgestellt. Mich als angehende Ethnologin spricht das Buch an, weil es einen anderen, neuen Blick auf die (eigene) Stadt zu bekommen hilft und den Entdeckergesit anregt, selber wieder mit offenen Augen durch gewohnte Straßen zu gehen. Als kleiner Bonus gibt es in dem Buch auch noch Rezepte, es werden Orte an den Spazierrouten vorgestellt, an denen man verweilen kann und es gibt noch eine kleine Rubrik mit „Innsbruck-Tipps“. Nur ein kleiner Fehler ist mir bisher aufgefallen. Der Autor schwärmt von der Eisdiele Amorino. Diese gibt es mitlerweile leider nicht mehr. Aber immerhin weckt die Erwähnung Erinnerungen an himmlische Eis-Momente…

  • Wolfgang Gösweiner – Leb wohl, Tirol!

Zum Abschluss der kleinen Buchvorstellungsrunde noch ein Kriminal-Roman. In „Leb wohl, Tirol!“ spielt Innsbruck nicht die Hauptrolle, hier geht es nicht um die Geschichte oder bedeutende Orte. Und doch lernt man die Stadt, wie es zu einem guten Krimi eben gehört, auch bei diesem Buch kennen. Hier kann man Innsbruck von einer anderen, etwas düstereren Seite, abseits von Touristenprospekten kennen lernen. Oder auch einmal eine Verfolgungsjagdt über den Südring erleben. Dieses Buch hat einen krassen Humor, der stellenweiße schon fast absurd ist. Die beiden Hauptpersonen, der Privatdetektiv Gerhard Gruber und sein Freund Manni sind ein unschlagbares (bei ihren etwas eigenen Ermittlungsmethoden ein wichtiges Kriterium…) Team, das in diesem Roman Innsbruck aufmischt. Das Buch bietet wahrscheinlich keine wissenschaftlichen Ansätze oder große Überlegungen, aber es eignet sich super für ein wenig Unterhaltung mit Innsbruckambiente! Kennt ihr diese Bücher? Wie haben sie euch gefallen? Oder welche Bücher könnt ihr empfehlen?

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Für euch gelesen…

  1. Vielleicht ein Tip:

    Das Buch von Christoph Bauer gibt es auch als E-Book für Studierende der Uni Ibk. Leihdauer 14 Tage gratis.Manchmal ist ein Buch (wie ich gerade gesehen habe auch das erwähnte Buch) verliehen, aber man kann sich auf die Warteliste setzen.

    Infos unter http://www.uibk.ac.at/ulb/literatur_suchen/e-book-tirol.html

    Verfasst von Christian | 13/10/2015, 18:50
  2. Super! Danke für die Info! Das Buch ist wirklich sehr lesenswert 🙂

    Verfasst von lizzylangstrumpf | 15/10/2015, 16:38

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